Das wichtigste Näh-Zubehör im Überblick

Mit einer Nähmaschine alleine kann man nicht sehr viel anstellen – ohne Stoff und passendes Equipment geht nix. Allerdings hat man als Anfänger nach dem Nähmaschinen Kauf nicht unbedingt jedes Utensil auf dem Schirm, das man für die ersten Projekte benötigt. Um doppelt und dreifache Einkaufstouren in der Stadt oder mehrfache Bestellungen im Internet zu vermeiden, haben wir in diesem Artikel mal die wichtigsten Komponenten zusammengestellt, die Du auf jeden Fall vorrätig haben solltest.

Der Stoff

Zu Beginn gleich mal das Wichtigste vorweg: Ohne Stoff geht beim Nähen logischerweise gar nix. Vorausgesetzt, man möchte etwas komplett Eigenes erstellen. Wenn man natürlich seine bestehenden Klamotten und Accessoires aufpeppen oder reparieren möchte, muss Stoff nicht zwingend zum Einsatz kommen. Trotzdem ist Stoff auch in diesem Bereich sehr wichtig und bildet prinzipiell die Grundlage für erste Näharbeiten.

Blickt man hier auf das Angebot, könnte man schon etwas erschlagen werden: Diverse Online-Shops bieten viele verschiedene Farben, Materialien und Muster an, die in der Regel meterweise verkauft werden. Aber auch in Fachgeschäften oder auf speziellen Stoffmärkten lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall, da man dort ein besseres Gefühl für den benötigten Stoff entwickeln kann.

Einsteiger sollten sich, bevor sie eine Nähmaschine kaufen oder verwenden, auch mit den Angaben des Herstellers bezüglich der verwendbaren Materialien auseinandersetzen. Hin und wieder kann es vorkommen, dass der Hersteller das Nähen mit einem bestimmten Stoff nicht empfiehlt. Wer aber eine qualitativ hochwertige Nähmaschine sein Eigen nennen kann, der wird auch ohne allzu große Probleme mit jedem Stoff hantieren können.

Ganz klar ist die Tatsache, dass das Angebotsfeld von Stoffen wirklich sehr groß ist und man als Hobby-Näher seine Bedürfnisse kennen sollte und dementsprechend bei der Auswahl seiner Stoffe berücksichtigt. Dennoch stellen wir Dir hier ein paar Stoffe vor, die bei unserem Vertriebspartner unkompliziert bestellt werden können. Sollten Dir unsere vorgestellten Stoffe nicht zusagen, bietet sich eine kurze Recherche auf Amazon an. Mit Sicherheit findest Du dann auch deinen gewünschten Stoff.

 

Garn (Faden)

Das Garn kann aus unterschiedlichen Materialen bestehen; die gängigsten sind Baumwolle, Kunstfaser oder Polyester. Polyester gilt auch als Allesnäher-Garn, da es sehr reißfest und elastisch ist. Dadurch eignet es sich sehr gut für nahezu alle Näharbeiten und Stoffe. Wer Baumwoll-Garn verwendet sollte dabei primär auch Materialien wie Baumwolle oder Leinen verwenden.

Für die meisten Projekte bietet sich in der Regel die Wahl des Baumwoll-Garns oder des Allesnäher-Garns am besten an. Kleiner Tipp an dieser Stelle: Wenn es um Garn kaufen geht, sollte man nicht direkt zum billigsten greifen. Denn dann kauft man letztlich zweimal oder mehrmals. Achte daher beim Kauf von Garn auf jeden Fall auf die Reißfestigkeit und gebe dafür auch ein bisschen mehr aus. Gute Anlaufstellen wären neben Online-Shops auch kleinere Bastelläden.

Schere

Schere ist gleich Schere? Weit gefehlt! Gerade beim Nähen werden hier Qualität und Spezifikation beim Schere kaufen wichtige Kaufkriterien. Die haushaltsübliche Papierschere wird oft den Anforderungen beim Nähen nicht ganz gerecht, sodass man diese nicht unbedingt als Nähschere verwenden sollte.

Generell gilt, dass man eine Nähschere möglichst selten „zweckentfremden“ sollte und damit andere Materialien als Stoffe und dergleichen schneidet. Man sollte das deshalb beachten, weil sich die Schere ansonsten vergleichsweise schneller abnutzt und das führt nur dazu, dass man unnötige Mehrfachkäufe tätigen muss. Die vielen unterschiedlichen Formen machen es möglich, dass man Stoffe und Fäden auf verschiedene Art und Weise bearbeiten kann. Um dünne Fäden beispielsweise durchzuschneiden, ist eine Nähschere mit kleiner Nähspitze recht sinnvoll.

Im Vergleich zu herkömmlichen Scheren stellen Nähscheren natürlich ein etwas höheres Verletzungsrisiko durch die scharfen Kanten dar; beim Schneiden sollte also stets Vorsicht geboten sein! Die allermeisten Modelle gibt es im Internet oder im Fachhandel zwischen 10 und 20 Euro zu haben; dann kann man sich aber auch sicher sein, dass man eine gute Wahl getroffen hat.

Du planst gerade deine Einkaufstour für’s Zubehör? Hier zeigen wir Dir mal drei zuverlässige Modelle, sodass Du Dir direkt die Zeit zum Suchen gespart hast:

Schneidematten

Ein weiteres Utensil, das in jedem Nähzimmer zur Grundausstattung gehören sollte, ist die Schneidematte. Diese Matte verhindert zunächst einmal, dass das Mobiliar, auf dem die Schneidearbeiten durchgeführt werden, verkratzt oder anderweitige Schäden davonträgt, sodass der Verschleiß möglichst gering gehalten wird. Darüber hinaus bietet eine Schneidematte aber noch andere Funktionen, die bei Näharbeiten äußerst hilfreich sein können.

In aller Regel bestehen Schneidematten aus elastischen Kunststoff-Oberflächen. Viele Modelle sind sogar „selbstheilend“; das bedeutet, dass sich nach einem Schnitt (z.B. mit einem Cutter-Messer) die Schnittlinien auf der Matte wieder selbst schließen. Dadurch wird verhindert, dass bei späteren Nähprojekten die Schnittlinien früherer Arbeiten beim Zuschneiden stören könnten. Es ist daher empfehlenswert, beim Schneidematten-Kauf auf mehrlagige Modelle zurückzugreifen, da sie wirklich eine lange Lebensdauer haben. Achte allerdings darauf, dass die Schneidematte jederzeit im Liegen aufbewahrt wird, da sie ansonsten schnell verformt und dann nicht mehr richtig zum Arbeiten benutzt werden kann.

Des Weiteren verfügen nahezu alle Schneidematten über sichtbare Markierungen wie z.B. Winkel, Maßeinheiten und Raster, die ein weitaus präziseres Arbeiten ermöglichen. Schnitte können dadurch genauer angesetzt werden und enden seltener schief. Eine sehr gängige Eigenschaft, daher auch ein Mindestkriterium was den Kauf einer Schneidematte betrifft.

Das Angebot solcher Matten ist ziemlich groß; unterschiedlichste Farben, Größen und Markierungen werden heute am Markt angeboten. Welche Schneidematte für dich die richtige ist, das hängt mitunter von der Größe der Arbeitsfläche und dem Bedürfnis an Markierungen ab. Wenn Du gerade ohnehin Näh-Equipment shoppen willst, dann stellen wir Dir hier eine Auswahl an empfehlenswerten Schneidematten zur Verfügung, sodass Du nicht ewig nach der passenden suchen musst:

 

Rollmesser

Wenn mal die Nähschere versagen sollte oder nicht die notwendige Präzision beim aktuellen Nähprojekt bietet, dann ist es essentiell, ein Rollmesser zur Hand zu haben. Gerade bei speziellem Material oder dickeren Stoffen kommt man mit einer herkömmlichen Schere nicht mehr sehr weit oder erzielt nur wenig zufriedenstellende Ergebnisse. Meistens ist das auch für die Schere nicht sehr förderlich, da sie bei falscher Verwendung schnell stumpf werden kann.

In Kombination mit einer Schneidematte kann man mit einem Rollmesser hingegen weitestgehend genaue Schnitte durchführen, weshalb dieses Werkzeug auch im handwerklichen Bereich oft Anwendung findet. Wichtig beim Kauf eines Rollmessers ist die Qualität der Klinge; bei den Herstellern Prym oder Olfa ist man in diesem Bereich sehr gut aufgehoben.

Ein nützliches Rollmesser bekommt man in der Regel zwischen 10 und 30 Euro auf Amazon, nach oben ist da aber auch einiges möglich. Sofern eine Klinge doch mal stumpf sein sollte, findest Du auf Amazon ein breites Angebot an Ersatzklingen verschiedener Hersteller. Am besten richtest Du Dich nach Klingen, die bereits bei Deinem Rollmesser verwendet wurden. Wenn Du also noch ein Rollmesser für Dein Equipment benötigst, dann schau Dir hier unsere Top 3 an Rollmessern an, mit denen Du deine Näharbeiten einfach und präzise durchführen kannst:

Maßband

Zum präzisen Arbeiten und dem Zuschneiden auf Augenmaß ist ein Maßband eigentlich unerlässlich. Auch wenn man von sich grundsätzlich behauptet, ein gutes Augenmaß zu haben, so ist das Maßband dennoch ein sehr wichtiges Tool und im Grunde hat jeder, der sich nur halbwegs mit Nähen beschäftigt, ein Maßband in seinem Equipment.

Gerade wenn es um den Bereich der experimentellen Arbeiten geht, kommt das Arbeiten mit dem Maßband stärker zur Geltung, da man damit passgenaue Ergebnisse erzielen kann. Die alltäglichen Standardmodelle haben eine Länge von 1,5-2m und ähneln damit sehr stark dem Zollstock. Sollte man aber für ein größeres Projekt auch mal längere Schnitte als zwei Meter durchführen müssen, finden sich im Internet auch hierfür passende Maßbänder. Nutzt man nämlich zu kleine Bänder, kann das dazu führen, dass man vielleicht etwas falsch misst und somit wertvolles Material vergeudet.

Die meisten Maßbänder bestehen entweder aus Plastik oder anderweitigem Kunststoff und sind ab einem Euro bis hin zu 10 Euro zu haben. Bei der Aufbewahrung ist es wichtig, das Maßband nach der Benutzung ordnungsgemäß wieder aufzurollen ist, um ein Durcheinander sowie ein gebogenes Band zu verhindern. Überlege Dir daher vor dem Kauf eines Maßbands, ob du häufiger mal zu faul bist, das Maßband korrekt aufzurollen und es stattdessen kurzerhand in den Nähkorb legst. Hierzu wären Maßbänder mit automatischen Aufroller die Lösung; per Knopfdruck kann das Maßband innerhalb weniger Sekunden aufgerollt werden.

Du hast noch kein ordentliches Maßband zu Hause? Dann schau Dir doch unsere drei Favoriten auf Amazon an und spare Dir somit Zeit bei der Suche:

Nahttrenner

Ein äußerst hilfreiches Werkzeug wenn es darum geht, vorhandene Kleidungsstücke zu bearbeiten, ist der Nahttrenner. Wie es der Name schon sagt, hilft es dabei, Nähte aufzutrennen und dabei sauber und präzise zu arbeiten. Denn bei der Verwendung von falschen oder nicht geeigneten Tools kann es schnell mal passieren, dass das Kleidungsstück darunter leidet und möglicherweise sogar untragbar wird.

Beim Kauf eines Nahttrenners sollte man darauf achten, dass die Klingen schmal und scharf sind, sodass die Gefahr von unpräzisem Arbeiten minimiert wird – Aber Vorsicht: Verletzungsgefahr! Ebenso wichtig ist eine Verschlusskappe für den Nahttrenner; dadurch wird verhindert, dass sich das Produkt zu schnell abnutzt und schützt daher vor kurzfristigen Nachkäufen.

Der Nahttrenner gehört zu jeder guten Näh-Sammlung dazu und ist zudem ein recht günstiges Utensil; zwischen 2 und 6 Euro kosten die meisten Modelle. Ein kleiner Tipp: Der Hersteller Prym ist bekannt für seine Nahttrenner; mit deren Produkten kann man in der Regel nichts falsch machen. Hier mal eine Auswahl für Deine Einkaufstour:

Reißverschlüsse

Man benötigt sie bei den meisten Kleidungsstücken – sei es eine Hose, Jacke oder Handtasche: Der Reißverschluss gehört bei Hobby-Schneidern ins Zubehör-Inventar. Wer schon erste Erfahrungen mit dem Nähen gesammelt hat, der wird tendenziell auch versuchen, eigene Accessoires oder Kleidungsstücke zu entwerfen und zusammenzunähen. Daher ist es einfach von großem Vorteil, über passende Reißverschlüsse zu verfügen, sodass die Einzelstücke modisch nochmals aufgewertet werden.

Mit ein wenig handwerklichem Geschick und einer passenden Nähmaschine können auch bei bereits bestehenden Kleidungsstücken Anpassungen bei den Reißverschlüssen vorgenommen werden. Die Auswahl auf dem Markt ist wirklich sehr groß, da die Verschlüsse in vielen verschiedenen Farben, Größen und Materialien angeboten werden. Eine endgültige Entscheidung können wir dir beim Kauf daher eher nicht vorschlagen; wichtig ist vor allem, dass Du Dir darüber im Klaren bist, was für einen Reißverschluss du brauchst!

Im Schnitt ist ein Reißverschluss schon ab 2 Euro zu haben; je nach Umfang erhöht sich die Bandbreite auf ungefähr 15 Euro, wo dann wiederum häufig mehrere Varianten und Farben enthalten sind. Ein absolutes Markenprodukt ist auf dem Markt eher schwer zu erkennen; solange der Reißverschluss nicht nach Ramsch aussieht, macht man da in den wenigsten Fällen einen Fehler beim Kauf. Auch hier möchten wir Dir wieder eine kleine Auswahl zeigen:

Weiteres nützliches Zubehör

Um wirklich mit dem Nähen durchstarten zu können, sollten die bisher vorgestellten Utensilien auf jeden Fall in euren Warenkorb, sofern ihr noch komplett ohne Equipment seid. Aber auch sonst ist es ratsam, solches Zubehör stets zur Hand zu haben. Denn es kann ja immer mal vorkommen, dass man eine geniale Idee für ein Projekt hat und sich dann ärgert, wenn das Material und das Werkzeug dazu nicht ausreichend vorhanden sind.

Zusätzlich gibt es noch weitere kleinere Gegenstände, die beim Nähen mit Sicherheit von Vorteil sein können. Hier mal eine Auflistung:

  • Trickmarker (für Markierungen auf dem Stoff, verschwinden entweder von selbst oder können mit klarem Wasser ausgewaschen werden)
  • Sicherheitsnadeln (zur Fixierung des Stoffes, aber auch andere, vielseitige Anwendung möglich)
  • Knöpfe / Druckknöpfe (bspw. für Jacken, Taschen und weitere Accessoires, Vielzahl an Farben, Mustern und Größen)
  • Nadelkissen (idealer Verwahrort für Nadeln, vielfältige Designs, z.T. auch mit Nadelschärfer)
  • Schnürsenkel (neben Schuhen auch für dekorative Zwecke geeignet)
  • Spulen (auf Herstellerangaben achten, günstige Anschaffung)